Hirtenhunde

Unsere Erfahrungen

Wie sind wir auf Hirtenhunde gekommen? Als alter Hundefan wollte ich als nächstes einen größeren und ruhigen Hund. So etwas in Richtung Leonberger etc. Da meine letzten Hunde
Unser Kaukasen-Kangal-Mix aik alias Teddy auch aus dem Tierheim waren, sah ich mich dort um. Das fand ich Aik, einen halbwüchsigen Rüden und man sah an der Statur, dass dies ein größerer Hund werden wird. Schon nach ein paar Tagen bemerkte ich eine Eigenart an diesem Rüden und begann in den Tierheimen hier und in der Türkei nachzuforschen. Siehe da, nun hatte ich einen Hirtenhund, einen erfahrenen Rüden der zwar groß war, aber keinesfalls ruhig ;o) Der zweite Hirtenhund fand sich im Tierheim ein und ohne viel zu zögern holten wir die als liebevollen Familienhund angepriesene Tay zu uns. Wir überlegten uns ein Hirtenhund, welcher ohne menschliche Führung ein halbes Jahr auf der Straße allein auf sich gestellt war, da könnte es Probleme in einer unerfahrenen Familie geben. Es kam ja nicht mehr darauf an, den ruhigen Hund hatte ich schon abgeschrieben. So kamen wir zu unseren beiden Türken.

Ich möchte hier nicht auf die Rassebeschreibung und Standards eingehen, hier gibt es schon gute Internetseiten wie Hirtenhundewelt, wo dies schon ausgiebig erläutert wird. Es sind starke, selbstbewusste und selbständige Hunde, welche sofort unsere
menschlichen Schwächen offenbaren und diese hemmungslos ausnutzen. Konsequente und ruhige Führung sind hier angesagt. Mit Härte und Drill ist diesem Wesen nicht beizukommen. Es ist traumhaft unseren beiden Hirtenhunden in ihrem Miteinander zuzuschauen. Hier kann man sich von den Hunden sehr viel abschauen und sie besser verstehen. Unser Zwinger ist Kameraüberwacht. Somit erleben wir die Kommunikation und das Verhalten ohne menschlichen Einfluss. Hier beobachten wir, wie kraftvoll und doch elegant sie miteinander ringen und spielen. Hier ist uns ersichtlich wie liebevoll und sanft sie mit ihren Menschen umgehen, was uns anderenfalls als Grobheit vorkommen würde.
Spielende Hirtenhunde
Besonders ist bei Hirtenhunden, dass sich in den Abend- und Nachtstunden ihr Schutztrieb bzw. ihre Aufmerksamkeit erheblich verstärkt. Da müssen wir die Hunde ganz besonders im Auge behalten. Ihre Reizschwelle ist hier deutlich gesenkt.
Hirtenhund Aik hat alles im Blick
Also von einem abendlichen Weihnachtsmarktbesuch halten wir vorerst ein wenig Abstand.
Weiterhin nennenswert ist, dass unsere Hunde wenig spielen und wenn nur kurz. Eine Motivikation über den Spieltrieb ist nur bedingt möglich. Da hat man mit Leckereien vielleicht etwas mehr Glück.
 
Hirtenhunde sind nicht schwerer zu erziehen, als andere Hunderassen. Nur eben reagieren diese Hunde sofort auf eine labile oder zu strenge Ausbildung. Suchen Sie sich einen erfahrenden Trainer oder andere Hirtenhundbesitzer, wenn Sie nicht weiterwissen. Beobachten sie Ihren Hund um sich auf sein Wesen einzustellen und verlieren Sie nicht die Nerven, ich spreche hier aus eigner Erfahrung.
Tay und Aik bei einer Schafsherde

Einen lesenswerten Artikel über die Integrierung von Hirtenhunden in die Familie finden Sie unter nachfolgenden Link.
Hirtenhund als familienhund
Meinen Dank dem Autor, Herrn Bruno Kaufmann (www.www.maremmano.ch)
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Fortsetzung folgt

 
Eines der Dinge, die nicht für Geld zu haben sind, ist das Schwanzwedeln eines Hundes.
- Erwin Karrer
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