 |
Sitz,
Platz, Komm ... |
|
|
|
| Übungen
zur Unterordnung des Hundes |
Was bedeutet Unterordnung aus meiner Sicht? Der Hund soll sich seiner
Stellung (Rangfolge) bewusst werden und alle Anweisungen ausführen.
Das bedeutet aber nicht, den Hund zu einer willenlosen exakten arbeitenden
Majonette zu erziehen. Weder Sie, noch der Hund haben Freude dabei.
|
Übertreiben
Sie auch nicht beim Trainieren. Gelerntes muss erst gefestigt und
verarbeitet werden. Bringen Sie bei neuen Übungen zwischendurch
schon gelerntes mit ein und schon gibt es einen Grund zum Loben
und Ihr Hund wird freudiger Lernen. Gelerntes entsprechend loben,
damit der Hund Ihre Bestätigung für den Erfolg spürt. |
|
Das
"Sitz" |
| |
Das
"Sitz" ist einfach beizubringen und sollte auch als Erstes
geübt werden. Beim Welpen einfach beobachten wenn er sich sowieso
gerade setzen wollte. Ein "Sitz" und schön loben
;o) |
 |
Beim
normalen Hund (Jung- oder erwachsenen
Hund) kann man mit einem Leckerbissen
nachhelfen. Das Leckerlie einfach über dem Kopf anbieten,
mit etwas Geschick muß der Hund sich setzen um an dieses
zu kommen. Bitte würgen oder drücken Sie Ihren Hund
nicht herunter. Er lernt es schnell. Nur die Geduld nicht verlieren.
Sitzen sollte er stets vor dem durchqueren verschlossener Türen,
vor dem Überqueren von Fahrbahnen oder wenn Sie sich mit
Anderen unterhalten möchten. Sie haben den Hund hierdurch
besser unter Kontrolle. Später sollte geübt werden
rechts oder links in Höhe der Beine zu Sitzen. Hierbei
kann die Leine als Hilfmittel dienen. Steht der Hund neben Ihnen
ein ruhiges "Sitz"
und die Leine leicht
nach oben und hinten führen. Loben Sie Ihren Hund stets |
|
nach
einem Erfolg. Am Anfang bitte die Übung nicht zu oft ausführen,
damit der Vierbeiner nicht die Lust am lernen verliert. Spielen
Sie zwischen den Übungen mit dem Hund oder gehen Sie eine Runde
spazieren. Später ist das "Sitz" für ihn selbstverständlich.
Er wird sich in vielen Situationen von ganz allein setzen :o) Als
Sichtzeichen heben Sie einfach den Zeigefinger senkrecht hoch. Der
Hund wird dies schnell mit dem Befehl verbinden. |
|
Übung
"Platz" |
| |
Die
Übung Platz ist schon etwas anspruchvoller. Hier sollten wenig
Fehler gemacht werden. Für mich und meine Hunde sind die Anweisungen
"Platz" und "Aus" die Wichtigsten. Bei Platz
unterwirft sich der Hund schon stärker. Wenn Sie in kritischen
Situationen ein zuverlässiges "Platz" erwirken können,
dann sind Sie und ihr Hund schon weit. Am Anfang sollte diese Übung
aus dem "Sitz" erfolgen. Lassen sie Ihren Hund sitzen.
Halten Sie dem Hund ein Leckerlie vor die Nase und legen die Hand
auf den Boden. Der Hund wird dem Leckerlie folgen und sich dabei
hinlegen. Nun sagen Sie einfach "Platz", geben den Hund
aber das Leckerlie nicht direkt.
 |
|
|
Sondern
legen es ihm zwischen die Pfoten und loben den fleißigen Hund.
Nach einiger Zeit und mehrmaligen Üben begreift Ihr Hund schnell
was von ihm erwartet wird und sich auf "Platz" legen.
Entgegen vieler anderer Meinungen, sollte der Hund nicht aus dem
Platz abgerufen werden. Holen Sie Ihrem Hund immer aus dem "Platz"
ab. So lernt er das diese Anweisung absolut eingehalten werden muß.
Dies können leider nur Hundehalter so einüben, welche
keinen Hundesport betreiben. Im Hundesport wird der Hund natürlich
aus dem Platz abgerufen.
Als Sichtzeichen führen Sie beim Befehl die flache Hand in
Richtung Boden. |
|
Übung
"Bleib" |
| |
Diese
Übung ist weiterführend aus den oben genannte Aufgaben.
Lassen Sie den Hund Sitzen. Strecken Sie dem Hund Ihre Hand mit
gespreizten Fingern entgegen und sagen "Bleib". Nun gehen
Sie ein, zwei Schritte zurück. Bleibt der Hund sitzen, gehen
Sie zurück und loben ihn. Sollte der Hund aufstehen setzen
Sie ihn genau wieder dort ab wo die Übung begann. So lange
bis er die Aufgabe erflüllt hat. Üben Sie anfangs an der
Leine. Die Distanz wird nach und nach verlängert, bis Sie auch
außer Sicht des Hundes gehen können. Wer seinen Hund
aus dem Platz (s.o.) abrufen möchte. Muß die Übung
"Platz" und "Bleib" in der selben Weise üben.
Bitte nicht beim Üben übertreiben. Fordern Sie nicht zu
viel, so kommen Sie und Ihr Hund früher zum gewünschten
Ergebnis. |
|
Übung
"Aus" |
| |
"Aus"
nutze ich als Befehl für etwas was der Hund schon getan hat,
besser gerade tut. Also ich muß ihm etwas wegnehmen. Schlimmsten
Falles, er bedroht oder beißt. Ein scharfes "Aus"
kurz und energisch !!!
Ein Trainig ist hier gar nicht so schwer. Im Spiel verlangt hier
unter "Aus", dass der Hund sein Spielzeug freigibt, also
aus dem Fang fallen läst. Am Anfang kann etwas nachgeholfen
werden.
Nach einigen Übungen sollte er gelernt haben was verlangt wird.
Geben Sie ihm zu Beginn das Objekt wieder, damit er den Spass am
Üben nicht verliert. Wer gibt denn schon gerne ununterbrochen
etwas her? Mit zunehmenden Übungsstunden sollte das Spielzeug
etc. einfach mit Ihnen verschwinden bzw. mit einem Ersatzgegenstand
ausgetauscht werden. Üben Sie immer im Wechsel, mal wiedergeben,
austauschen oder ganz verschwinden lassen. Ihr Hund wird schnell
lernen was von ihm verlangt wird und Sie haben die Möglichkeit
den Hund von ungewünschten Handlungen (Aufnahme von unbekannter
Nahrung, Bedrohung von anderen "Lebewesen" ;o) u.v.m)
abzuhalten. Auch hier bitte die Übung nicht zu oft nacheinander
wiederholen. |
|
Übung
"Pfui" oder "Nein" |
| |
"Pfui"
ist eine Übung/Befehl sich anbahnende Ereignisse abzubrechen.
Zum Beispiel der Hund zeigt durch seine Spannung an, dass er durch
andere Tiere u.ä. abgelenkt ist. Oder er will erkenntlich von
Ihnen ungewollte Ziele ansteuern, usw. Unterbrechen Sie möglichst
gleich die ungewollte Reaktion durch "Pfui" und geben
den entsprechend richtigen Befehl. Wie z.B. "Fuß",
"Sitz", "Komm"... Vermenschlicht ausgedrückt
sollte der Hund hier noch nicht absolut untergeordnet werden, sondern
nur ermahnt werden. Anders ausgedrückt verwarnt werden. Wenden
Sie die Befehle bewußt an, nach kurzem Training gelingt Ihnen
dies immer sicherer. Mit zunehmender Reife des Hundes erkennt dieser
die sanftere Befehlsart und wird versuchen diese zu ignorieren.
Kontern Sie dann geschickt mit einen härteren Befehl wie "Aus"
oder "Platz". Der Hund wird nach und nach die "harte"
Art meiden und besser "hören" ;o) |
| |
Fortsetzung
folgt |
|
|
|