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Hundeerziehung |
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Die
nachfolgenden Ratschläge sind keine Leitlinie zur Erziehung
eines Hundes. Sie sollen als Ergänzung zu Ihrer persönlichen
Erziehung dienen. Sie resultieren aus eigenen Erfahrungen im unserem
Zusammenleben mit unseren Hunden. |
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Hundeerziehung
ist ein umstrittenes Thema, verschieden interpretiert und praktiziert.
Nicht leicht hier den richtigen Weg für speziell den aktuellen
Hund zu finden. Viele Möglichkeiten gibt es einen Hund zu erziehen
oder "abzurichten". Grundlage ist allemal das Vertrauen
des Hundes in seinen Führer. Ist dies nicht vorhanden wird
das freudige Zusammenleben mit Hund und Mensch kaum zu realisieren
sein. Bei Ängstlichkeit oder auch fehlenden Vertrauen ist eine
harmonische Tier- Mensch - Beziehung von vornherein zum Scheitern
verurteilt. Voreilige und überzogenen Anforderungen überfordern
Tier und Mensch! Auch wenn es nicht leicht fällt, ich spreche
aus eigener Erfahrung, sollte die Erziehung der Hunde geduldig und
souverän ablaufen. Ungeduld und Stress sind völlig fehl
am Platz. Konsequent und langsam, mit viel Lob für Gelungenes
aber auch Tadel für ungewolltes Verhalten, das sind die Forderung
bei der Ausbildung des Hundes zum Familienmitglied. Je nach Charakter
und Wesen kann dies mehr Zeit als erwartet beanspruchen und auch
Rückschläge sind an der Tagesordnung. Man sollte stets
nach speziell der Persönlichkeit
entsprechenden Methode zur Erziehung suchen, kaum ein Hund gleicht
dem Anderem. Grundlagen sind in gewisser Weise zu standardisieren,
aber der Feinschliff ist individuell. Nachfolgend ein paar Anregungen
um die Grundlagen der "Grundausbildung" des Hundes zu
Verstehen und umzusetzen.
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Welpen erziehen
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Die wichtigste Zeit für die Prägung eines Hundes
ist die Welpenzeit. Führen Sie den Welpen langsam an
die Situationen des Alltages heran. Menschen, Kinder (auch
einmal herumtobende Kids), Fahrzeuge aller Art soll der junge
Hund kennenlernen. Beim Erleben der Umwelt sollte der Welpe
langsam und ruhig an die einzelnen Gegebenheiten herangeführt
werden.
Bei unsichern Verhalten des Kleinen, versuchen Sie den Hund
mit etwas Bekanntem abzulenken u.ä. und führen ihn
dann wieder in die unbekannte Situation. Bitte überfordern
Sie ihren Hund nicht, er braucht eine gewisse Zeit um die
unzähligen Signale in sich aufzunehmen und zu verarbeiten.
erfolge sollten stets mit etwas Positivem belohnt werden. |
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Welpen
beim Kennenlernen ihrer Umwelt - hier der Straßenverkehr |
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| bei
der Eisenbahn |
oder
am Kinderkarussell |
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Suchen
Sie eine Hundeschule auf, wo Welpenspielstunden angeboten werden.
Hier ist es optimal möglich, den kleinen Hund mit seinen Artgenossen
zu sozialisieren. Es sollte stets eine Aufsichtsperson bei den Welpen
anwesend sein. Hier lernen sie, dass es Hunde verschiedener Rassen,
Charakter und Größe gibt. |
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Welpenstunde
in der Hundeschule |
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Welpen-,
Junghunde- und Erwachsenengruppe bei einer Gemeinschaftsübung. |
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| Man
sollte die Welpen von klein auf an verschiedene Untergründe
gewöhnen. Wie Asphalt, Holzböden, Gitteroste oder
wie auf den Foto eine Plastikplane. Was der Welpe kennengelernt
hat, dass macht ihm jetzt und später keine Angst mehr. |
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Spielerisch kann mit den Grundübungen "Sitz", "Platz",
"Komm", "Nein" usw. begonnen werden. Beobachten
Sie den Welpen und nutzen Situationen aus wo der Kleine sich sowieso
setzen oder legen wollte und geben hierbei den Befehl. Rufen den
Welpen im Spiel heran usw.
Suchen Sie sich eine Hundeschule und wählen Sie hierbei sorgfältig
aus. Befragen Sie andere Hundebesitzer über Ihre Erfahrungen
mit der jeweiligen Hundeschule. Hundeschulen wo sich die Ausbildung
mit Stachelhalsbändern oder mit funktechnischen Geräten
abspielt sollten gemieden werden. |
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Hund
kann nicht alleine bleiben |
Viele
Hundehalter haben das Problem, dass ihr Hund/Welpe nicht alleine
bleiben kann. Er winzelt, bellt oder zerlegt gar die Wohnungseinrichtung,
wenn er mal ohne Herrchen/Frauchen zurückbleiben muss.
Was ist da falschgelaufen?
Man hat verpasst, das Alleinebleiben zu üben. Fangen Sie früh
an und lassen den Hund am Anfang kurze Zeit allein. Nach und nach
kann der Hund etwas länger zurückgelassen werden. Für
hoffungslose Fälle eignet sich das eine Hundebox. Diese sollte
der Hund aber schon länger kennen und nicht als Verlies oder
als Strafe betrachten, sondern als einen sicheren Rückzugsort.
Der Hund darf den Aufenthalt also in solch einer Box nicht negativ
verknüpfen, denn dann macht es wenig Sinn. Kommen Sie bitte
auch nicht auf den Gedanken, dass der Hund stundenlang in so einer
Box verbringen muss.
Üben Sie das Alleinesein des Hundes, denn es wird der Zeitpunkt
kommen, wo es Ihnen und dem Hund wieder zu Gute kommt. |
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Vom Junghund bis
zum Senior
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Die
Übernahme eines jungen oder erwachsenen Hundes kann problematischer
sein. Es gib ein paar wenige Fälle, wo man den Hund vom Vorbesitzer
kennt. Hier ist es ähnlich w.o. beim Welpen genannt. Ideal
ist es wenn der Vorbesitzer schon vernünftig mit dem Hund umgegangen
ist. Hier kann am bereits Gelerntem weitergearbeitet werden.
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Leider
ist aber die Vergangenheit vieler Hunde, besonders der Tierheimhunde,
unbekannt oder nur lückenhaft. Viele dieser Hunde haben eine
nicht besonders positive Vergangenheit und sind daher unsicher,
ängstlich oder aggressiv. Hier dauert der Aufbau des Vertrauens
um ein Vielfaches länger. Ruhe und Gelassenheit sind jetzt
angesagt und das fällt oft schwerer als man denkt. Ich spreche
hier aus Erfahrung. Arbeiten Sie nicht ungeduldig mit Ihrem neuen
Partner und verlangen Sie am Anfang nicht zu viel. Auch hier kann
eine vernünftige Hundeschule eine große Hilfe sein. |
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Über
eins können Sie sicher sein. Hat ein solcher Hund erst einmal
Vertrauen in Sie gesetzt, haben Sie einen echten Freund an Ihrer
Seite, welcher alles für Sie tun wird. |
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Übungen
für eine vertrauenvolle Bindung zwischen Halter und Hund gibt
es verschiedene. Suchen Sie gezielt Situationen wo der Hund unsicheres
Verhalten und zeigen Sie Ihrem Hund, dass er mit Ihrer Führung
diese Herausfordung meistern kann. |
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Hund
beim überwinden einer "Brücke". |
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Auch
ein Besuch im Baumarkt ist voller Eindrücke
und neuer Situationen für den Hund. |
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| Oder
besuchen Sie einmal einen Tierpark mit Ihrem Hund |
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