Problemhunde

oder Problen Hundeführer?

Es ist nicht einfach hier die richtige Definition oder Beschreibung zu finden. Was ist ein Problemhund und warum? Hat er Angst/Unsicherheit und ist deshalb aggressiv? Dies ist die häufigste Situation. Oder ist er Hund dominant? Alles hat seine Ursachen irgendwo in der bisherigen Entwicklung des Tieres im Zusammenhang mit seinen Führer (Führern) und den Erfahrungen mit seiner Umwelt. Mögliche Ursachen können in einigen wenigen Fällen, besonders bei einer kurzfristigen Verhaltensänderung, Krankheiten sein. In vielen Fällen ist es nur ein artgerechtes Verhalten, begründet durch schlechte Sozialisierung und Erziehung.

Angst und Unsicherheit bei Hunden
 
Hunde haben Angst vor Unbekanntem oder sie haben in irgendeiner Weise negative Erlebnisse gehabt. Bei einem Hund, welcher als Welpe zu uns gestoßen ist, kann man in den meisten Fällen der Ursache der Aggression nachkommen. Bei Hunden aus "zweiter Hand" ist dies schon schwieriger oder nicht möglich. Meist ist der Grund eine schlechte Sozialisierung in dem ersten Monaten. Auch können die Ursachen in Unfällen oder ähnlichen Fällen liegen. Auch die Unsicherheit des Hundehalters kann den Hund verunsichern. Nervöses Verhalten bei Gewitter, bei Begegnungen mit anderen Hunden, die eigene Angst des Hundeführers uvm. überträgt sich schnell auf den Hund.
Bei ängstlichen Verhalten Ihres Hundes müssen Sie ruhig und ausgeglichen auf Ihren Hund einwirken, bitte keinen Zwang ausüben. Vor allem Sie !!! müssen Ruhe ausstrahlen. Tun Sie als wenn die Ursache für das Angstverhalten, dass
Angstaggressiver Hund

natürlichste auf der Welt wäre und beruhigen Ihren Hund. Ohne ihn für seine Angst aber zu loben. Mit Lob würden sie den Hund nur in seiner Angst bestärken.
Unsere Hündin wurde zweimal von einem Auto angefahren und die Scheu vor Fahrzeugen hat sie innerhalb von 6 Monaten fast verloren.

Vielleicht hat Ihr Hund Angst vor dem Einsteigen ins Auto (Hecktüre). Versuchen Sie den Hund mit Leckerlies, freudiger Stimme oder Spielzeug ins Auto zu locken oder Sie machen es dem Hund es einfach vor in den Kofferraumes Ihres Kombis zu klettern und rufen ihn dann freudig heran. Tun Sie dies aber nie unter Zwang, sondern mit motivierenden Gesten um Ihren Hund die Scheu zu nehmen. Fahren Sie dann auch nicht gleich los, sondern lassen nach dem ersten "Einsteigerfolgen" bei dem hund Ruhe einkehren und loben ihn mal richtig toll ;o)

Bei Spaziergängen zeigen Sie Ihrem Hund jeden mögliche Situation, sich selbstständig öffnente Türen, kreischende Kinder, Menschen mit Regenschirmen, Kühe auf der Wiese usw. Vor Sachen welche ihr Hund kennt, wird er auch keine Angst haben.

 
Aggressionen
 
Aggressionen bei Hunden können verschieden Ursachen haben. Wie oben genannt aus Angst und Unsicherheit reagieren oftmals Hunde etwas aggressiv, wobei sie diese kaum dauerhaft zeigen. Damit meine ich, der Hund zeigt nicht ständig sein Verhalten und kann sonst recht gehorsam sein. Aber wenn der Hund Unsicherheit zeigt und wir ihn dabei in die Enge treiben oder aus Unverständnis der Sachlage dies als "Dominanz" betiteln und den Hund dabei zum Gehorsam zwingen. Hier können verzwickte Situationen entstehen. Wobei der Hund auch mit Knurren, Zähnezeichen und Zwacken reagieren kann. Ängstliche und auch selbstbewußte Tiere können selbst gut gemeinte Streicheleinheiten von z.B. Fremden als Bedrohung werten und aggressives Verhalten zeigen. Wobei der ängstliche Typ Hund, nach z.B. einer Beißattacke o.ä. zurückweichen wird. Selbstbewußte Hunde können je nach Erziehung und Wesen oft größeren Schaden entstehen lassen.
Bei ängstlichen Hunden klären Sie im Vorab die Ursache für die Unsicherheit ab und der Hund soll langsam von der Ungefährlichkeit der Ursache überzeugt werden. Bei selbstbewussten aufmüpfigen Hunden liegt die Ursache meist bei dem unkonsequenten oder falsch handelten Hundeführer. Der Hund nimmt Sie nicht als Rudelführer war und maßregelt Sie, bzw. versucht dies. Je nach Hundetyp ist hier ein entsprechendes Gegenhandeln angesagt. Leider kann ich hier nicht den passenden Tipp geben, da jede Situation eine entsprechende Maßnahmen erfordert und der falsche Ratschlag das Problem ernorm verschlimmern oder es gar eskalieren lässt. Nachfolgend einige Ratschläge um die Rangordnung durchschnittlich festzulegen. Dies sind aber leider nur allgemein gehaltenen Maßnahmen, welche auf einer Vielzahl guter Internetseiten auch niedergeschrieben sind. Ich erwähne nur auszugsweise Möglichkeiten, welche ohne große Hundeerfahrung von jedermann durchzuführen sind. Für konkrete Probleme ist der Besuch einer Hundeschule sicher der bessere Weg, als sich im Internet auf diversen Seiten das perfekte Hundeerziehungsschema zu downloaden.
 
 
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Wer Tiere quält, ist unbeseelt
und Gottes guter Geist ihm fehlt.
Mag noch so vornehm drein er schaun,
man sollte niemals ihm vertrauen.

Johann Wolfgang von Goethe


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