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KANGAL
TAY |
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Tay
ist ein Kangal - Mädchen aus Istanbul. Dort lebte sie als
Straßenhund und wurde zweimal angefahren. Ein türkischer
Tierfreund finanzierte ihre Ausreise nach Deutschland. Dort
wartete sie nur kurze Zeit in einem Tierheim. Da wir schon einen
Hirtenhund hatten, beschlossen wir sie abzuholen. Auf dem Bild
kurz vor ihrer Ausreise sieht man, dass sie kaum etwas auf den
Rippen hatte. Am 03.09.2004 holte wir Tay im Tierheim ab. Sie
macht nur wenig Probleme. Wir sind ja trainiert von unserem
Sturkopf Aik. Wenn es kalt draußen ist, machen ihr ihre
Verletzungen zu schaffen und sie humpelt die ersten Schritte.
Inzwischen ist es viel besser geworden. Natürlich ist sie
Menschen gegenüber recht misstrauisch, es wird noch eine
Weile dauern bis sie ihre üble Vergangenheit hinter sich
gelassen hat. |
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Tay
hat sich recht schnell eingelebt. Natürlich verfolgt sie alles
erst einmal mißtrauisch. Auch war sie am Anfang absolut futterneidisch,
was sie aber immer mehr abbaut. Mit unserer alten Hündin ist
sie sich auch nicht ganz so einig, da müssen wir schon aufpassen.
Tags über tollt sie mit dem Rüden herum bzw. wird vom
ihm manchmal schon ganz schön gestresst. |
Des
bessern belehrt gingen wir mit Tay gleich in die Hundeschule.
Wobei unser Freund und Ausbilder Gert Fleischmann allerei
Aufwand betreibt um unserer Tay die Angst vor Fahrzeugen zu
nehmen. Der Einsatz hat sich gelohnt, da sie nun viel sicherer
geworden ist und nicht gleich wegspringt wenn ein LKW an ihr
vorbeifährt. Sie hat ein paar Probleme mit Hündinnen,
schwarze Hunde gleich welchen Geschlechts. Dafür verliebt
sie sich in jeden großen hellen Rüden :o)
Und
zur Not ist ja Hirtenhund Freund Aik da. Der hilft ihr leider
in jedem Fall. |
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Wenn
die Hundeschule nicht zulange geht macht sie auch gern mit
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Oktober
2005 |
Die
Tay hat als Straßenhund, in Jahr auf türkischen Straßen/Ländereien
verbracht hat. Hätten wir gewusst was ein solcher Hund ertragen
muss und wie schwer ihm eine Anpassung an unsere Zivilisation fällt,
hätte ich sie nicht aus dem Tierheim geholt.
Die Hündin ist nun über ein Jahr bei uns und noch immer
ist sie recht zurückhaltend.
Allein schon die Gewöhnung an Halsung und Leine dauerte am
Anfang recht lange Zeit. Sie rannte panisch davon oder setzte sich
mit eingezogenen Schwanz in eine Ecke, wenn man mit der Leine kam.
Mit viel Einfühlungsvermögen erträgt sie es heute
gut, aber am glücklichsten ist sie ohne Halsband und Leine.
Dies geht aber nun mal nicht überall.
Auch verteidigt sie gegen alle anderen Hunde ihr Fressen weiterhin,
wie ihr Leben. In diesem Fall tritt sie auch keinen Millimeter beim
Rüden zurück. Es dauerte über ein halbes Jahr bis
sie Nahrung aus Menschenhand annahm. Bis heute nimmt sie überhaupt
nichts von Fremden, da verhungert sie lieber.
Selbst die Umstellung auf hier übliches Futter war ein Problem,
weil sie den hohen Eiweißgehalt nicht vertragen hat. Seit
wir sie viel roh ernähren ist das besser geworden.
Auch Graulen und Schmusen macht sie erst seit dem letzten Sommer
und dies bis heute kaum von selbst. Man muss sie meist dazu noch
immer heranrufen. Sie schläft auch heute noch möglichst
abseits vom allgemeinen Trubel oder wenn die drei Anderen im Garten
toben, sitzt sie am Zaun und sieht hinaus in die Welt oder an der
Hintertüre und will auf ihren Platz in der Wohnung.
Ein wenig spielt sie seit wir die beiden Beagle haben, aber sie
stellt sich selbst da etwas tollpatschig an.
Ich denke die Hunde, welche auf der Straße geboren wurden,
haben keinen Bezug zu den Menschen. Sie verhalten sich diesen da
eher skeptisch gegenüber. Vergleichbar mit einem wilden Tier.
Auch stundenlanges Herumlaufen ist nicht so ihr Ding. Nach Hause
geht es immer schneller, als vom Zuhause in die Welt. Ich denke
die Straßenhunde bewegen sich nur um Nahrung zu finden und
ihr Revier zu markieren und zu verteidigen. Es werden einige ebenbürtigen
Tiere kleine Rudel bilden und zusammen versuchen so lange wie möglich
zu überleben.
Lass diese Hunde dort wo sie sind, auch wenn man der Meinung ist
diesen zu helfen müssen. Ob das eine Hilfe ist bezweifle ich
heute stark. Sie fressen sich durch an Abfällen der Hotels
und Basare, werden hin und wieder auch mal ein Haustier oder Artgenossen
erbeuten, aber das ist eben ihr Leben. Manchmal ist mir als müsste
ich sie zurückbringen, damit sie richtig glücklich ist.
Nicht das manche glauben ich mag die Hündin nicht mehr. Nein!
Sie hört gut und macht kaum Probleme. Ist nur etwas misstrauisch
und wachsam allen Fremden gegenüber.
Ich hoffe und wünsche, dass wir sie mit den Jahren doch etwas
fröhlicher erleben. |
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Im
Frühjahr 2006 bekam Sissy ihre Beagles-Welpen. Diese nahm die
Kangalhündin verhältnismäßig gut auf und verteidigte
diese, als wenn es ihre eigenen wären. |
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So
beschützt von Tay kann den kleinen Beagles ja nichts geschehen. |
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"Na
Du Wicht" |
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Etwas
kritischer war die Einführung unseres Leonbergerwelpen, aber
nach ein paar eindeutigen Hinweisen verlief die ganze Sache doch
recht positiv. |
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Heute
kommen sie mit dem entsprechenden Respekt untereinander sehr gut
aus. Leo ist nun auch köperlich der Kangalhündin besser
gewachsen. |
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Im
April erweiterte sich unser zweibeiniges Rudel. Unser Sohn machte
uns zu Großeltern. Wir waren gespannt wie Tay auf das neue
Leben reagierte und waren erstaunt, wie schnell sie unseren Enkel
akzeptierte. Angeschnuppert und gut wars. |
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Hallo
Willkommen Neuling ;o) |
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Unser
Rudel hatte sich wieder vergrößert und wir waren gespannt
wie unsere Diva Tay den Welpen aufnimmt. |
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"Lass
mich ja in Ruhe Du Wurm" |
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Wie
zu erwarten hielt Tay erst einmal Distanz, akzeptierte aber den
kleinen Leonberger. Inzwischen baut sich eine kleine Bindung auf.
Klein Nele konnte de Rudelchefin sogar ein wenig zum Spielen animieren. |
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